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ENTWURF Handreichung Betreuungspläne für ganztägige Schulformen [129 KB]

Bezirksvorstand CLV Salzburg-Stadt neu gewählt

Bei unserer Bezirksversammlung am 24.10.2017 wurde der Bezirksvorstand des CLV Salzburg-Stadt für die nächsten 3 Jahre neu gewählt. Danke an alle, die sich in den letzten Jahren im Verein engagiert und mitgearbeitet haben. Ein Danke auch das neue Team, das sich bereit erklärt hat für unsere Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten. Herzlichen Dank an den Obmann der Stadt Wolfgang Neubacher.

Im Bild der neue Vorstand: Karin Vilsecker (Kassier)in, Maria Ramsauer (Schriftführerin), Wolfgang Neubacher (Bezirksobmann), Martina Fantl (Obmannstellvertreterin) und Sabine Fink-Pomberger (Landesobfrau)

Wir wünschen allen Lehrerinnen und Lehrern ein gelingendes und erfolgreiches Schuljahr!

Unser Brennpunkteplakat ist schon bei den Schulen. Wir freuen uns auf persönliche Begegnungen bei den einzelnen Veranstaltungen und dass unsere Themen auf reges Interesse stoßen!

UNSERE STELLUNGNAHME ZUR BILDUNGSREFORM

Christlicher Landeslehrerinnen- und Landeslehrerverein Salzburg

Mirabellplatz 5/3; 5020 Salzburg

e-mail: office@clv-salzburg.at

Per Mail:                                                                              

begutachtung@bmb.gv.at

begutachtungsverfahren@parlament.gv.at

                                                                                                                    Salzburg, 26.4.2017

Betr.: Bildungsreformgesetz 2017 – Schulrecht

Stellungnahme zum Entwurf des Bildungsreformgesetzes 2017 – Schulrecht

Geschäftszahl: BMB-12.660/0001-Präs. 10/2017

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Christliche Landeslehrerinnen- und Landeslehrerverein Salzburg übermittelt seine Stellungnahme zum gegenständlichen Entwurf.

Der Christliche Lehrerinnen- und Lehrerverein bekennt sich zu einer sinnvollen Schulautonomie, lehnt jedoch dieses vorliegende „Bildungsreformgesetz 2017 – Schulrecht“ ab.


Auswahl Lehrpersonal

Die Auswahl des Lehrpersonals durch Schulleitungen hinsichtlich entsprechender Qualifikation und Erfordernissen des jeweiligen Standortes ist zu begrüßen. Für Schulen, an denen sich nicht ausreichend qualifizierte Lehrer/innen bewerben, muss jedoch gewährleistet sein, dass durch die zuständigen Behörden das notwendige Lehrpersonal zugeteilt wird.

Klassen- und Gruppengrößen

Klassenschülerhöchstzahlen und Eröffnungs- und Teilungszahlen müssen in der derzeitigen Form bestehen bleiben! Eine Möglichkeit der Flexibilisierung der bisher starren Klassenschülerhöchstzahlregelung wäre eine schulautonome Regelung durch das Schulforum bzw. den SGA. Für die Eröffnungs- und Teilungszahlen gibt es bereits schulautonome Regelungen. Abzulehnen ist eine Entscheidung der Klassenschülerhöchstzahl auf Clusterebene, da zu befürchten ist, dass es zu einer Umschichtung der Ressourcen zwischen den Schulen im Cluster kommt.

Finanzielle Ressourcen

Um Bedürfnissen an den Standorten gerecht zu werden, müsste Österreichs Schulwesen über Ressourcen entsprechend dem OECD-Mittelwert (3,8%) verfügen können. Denn Autonomie kann nur sinnvoll gelebt werden, wenn man Schulen diesen finanziellen Bewegungsspielraum zugesteht. Unter der Diktion der Kostenneutralität kann nur eine Umverteilung erfolgen.

Schulclusterverbund, Schulcluster, Schulleitung

Die Schulclusterbildung ist aus unserer Sicht abzulehnen. Es ist zu befürchten, dass es zu einer Schwächung der vor allem kleinen Schulen im ländlichen Bereich kommt und es bei der Zuteilung der Ressourcen für einzelne Standorte zu Ungleichbehandlungen kommt.

Die Schulleitungen an den Schulstandorten sind als kompetente Entscheidungsträger für Evaluierung, Entwicklung und Umsetzung in der Personal- und Schulplanung verantwortlich. Zusätzlich sind sie wichtige Ansprechpartner und Unterstützer für Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern und Schulerhalter am Standort! Pädagogische Arbeit muss am Standort erfolgen und kann nicht in den Cluster abgegeben werden.

Bereichsleitungen müssten zur pädagogischen Arbeit als Lehrer/innen Beratungs-, Führungs- und Planungsaufgaben übernehmen. Diese zusätzlichen Aufgaben können ohne ausreichende Verminderung der Unterrichtsverpflichtung nicht in der gleichen Qualität erfüllt werden.  Aus unserer Sicht würde dies zu einer Qualitätsminderung an den Standorten führen.

Eine Schulleitung kann, damit administrative Hilfskräfte finanziert werden, nicht eingespart werden. Schulleitungen benötigen eine administrative Unterstützung und sind durch sie nicht ersetzbar!

Sonderpädagogik

Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik sollen aufgelöst und Aufgaben der ZIS-Leitungen in die Bildungsdirektion verschoben werden. Wichtige pädagogische Entscheidungen für das Kind müssen weiterhin am Standort mit den beteiligten Lehrpersonen, Eltern und Gutachtern gefällt werden. Deshalb soll das System des schulpsychologischen Dienstes und der Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik bestehen bleiben.

Sonderschulpädagoginnen sollen wieder an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden, damit den Kindern bestausgebildetes Lehrpersonal zur Verfügung gestellt und eine individuell abgestimmte, pädagogisch hochwertige Beschulung garantiert wird.

Ganztägige Schulformen/Nachmittagsbetreuung

Die im Entwurf vorgesehene verpflichtende Schulzeitregelung wird von uns abgelehnt. Die Einschränkung der Unterrichtszeiten am Freitag und an einem zusätzlichen Tag nur bis 13 Uhr führt zu einer massiven Stundenbelastung an den anderen Tagen. Wünschenswert ist eine Regelung, die in der Autonomie der Schule liegt.

Bildungsdirektionen

Zu befürchten ist, dass durch die Einrichtung von Bildungsdirektionen, allein durch die Umstellung und den Ausbau der Schulverwaltung zu Kontrollzwecken, zusätzliche Kosten entstehen. Diese Mehrkosten können nicht, aufgrund der Vorgabe der Kostenneutralität, zu Lasten der Schulen gehen. Diese müssen vom Bund zusätzlich finanziert werden.

Das derzeitig geltende Schulaufsichtsrecht soll mit Mitte 2020 außer Kraft gesetzt werden. Solange keine neuen gesetzlichen Regelungen bestehen, kann aus unserer Sicht das derzeitige Schulaufsichtsrecht nicht auslaufen.

Der Christliche Lehrerinnen- und Lehrerverein Salzburg hält fest, dass in diesem Gesetzesentwurf keine pädagogischen Maßnahmen zu finden sind, die Lösungen für die aktuellen pädagogischen Herausforderungen anbieten.

Der Christliche Lehrerinnen- und Lehrerverein Salzburg steht auch zukünftig für eine Qualitätssteigerung im Bildungssystem und eine Verbesserung der Lernbedingungen für Schüler/innen.

Mit freundlichen Grüßen,

                                                                                                        

Sabine Fink-Pomberger, MA                                                 HD Wolfgang Neubacher

CLV Landesobfrau Salzburg                                                CLV Landesobfrau-Stellvertreter

Stellungnahme zu…                                                                                  

 

Inklusion und Sonderschulen

Bildungsministerin Hammerschmied möchte bis 2020 Sonderschulen abschaffen und durch Inklusionsklassen ersetzen. Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigung sollen bestmöglich in den Regelschulen gefördert und integriert werden. Dieses Recht auf Inklusion darf niemandem verwehrt werden. Der vorgeschlagene Weg nimmt jedoch Eltern ihre Wahlfreiheit der besten Schulform für ihr Kind. Bevormundung durch den Staat kann kein zukunftsweisender Weg sein.

Sonderschulen werden immer wieder als Schulen der Ausgrenzung gesehen. Für den CLV-Salzburg sind Sonderschulen, für Kinder mit speziellen Bedürfnissen, Orte, an denen Pädagoginnen und Pädagogen, mit besonderen Ausbildungen ihr ganzes sonderpädagogisches Wissen und Wirken diesen Kindern in einem ganz speziellen Umfeld zukommen lassen können. Es gibt Eltern, die eine solche Schulform für ihr Kind als den besseren Weg sehen. Diese Wahlmöglichkeit muss für die Eltern erhalten bleiben, denn es muss das Wohl des Kindes höchste Priorität haben. Jedes Kind ist einzigartig und muss nach seinen Fähigkeiten hin entsprechend gefördert werden können. Sonderschulen sind gut funktionierende Einrichtungen, die für beeinträchtigte Kinder eine Chance auf Bildung – auch hinsichtlich ihrer Selbstbestimmung – sind.

 

Schulcluster

Die Bildungsreform sieht die Zusammenlegung von Schulen in Clustern vor. Eine grundsätzliche Zusammenschließung mehrerer Standorte, ohne Einbeziehung der Schulpartner und ohne ein sinnvolles standortbezogenes Konzept, ist abzulehnen. Durchaus kann ein Cluster für Schulen passend sein, wenn alle Beteiligten sich dafür aussprechen und es pädagogisch wie administrativ sinnvoll ist. Dabei müssen allerdings die Schulstandorte als Berechnungsgrundlage für die Ressourcenzuteilung erhalten bleiben. Gerade für Klein- und Kleinstschulen ist dies von großer Bedeutung. Nur so kann eine dauerhafte Sicherung der Schulstandorte bei einer entsprechenden Schülerzahl gewährleistet werden. Eine in diesem Zusammenhang vorgesehene Abschaffung der Klassenschülerhöchstzahlen ist unnötig und generell abzulehnen.

Für Salzburg hieße eine Clusterbildung auch die Möglichkeit über ganze Bezirke hinweg ein Cluster einzuführen. Es muss in Frage gestellt werden, wie man Schulleiter/innen ihres Amtes entheben kann und so in die persönliche und berufliche Lebensplanung eingreift. Gerade die Schulleitungen vor Ort initiieren die Schulentwicklung und Personalentwicklung und sind erste Ansprechpartner für pädagogische Beratungen und Interventionen.

STELLUNGNAHME AUTONOMIE CLÖ-KLAUSUR 2017

Autonomie-was sonst
Nachdem das „große“ Bildungsreformpaket doch nicht die gewünschte positive Wende brachte, die es versprochen hatte, wird nun auf die Autonomie gehofft. Durch sie sollen nun endlich die nicht überragenden Ergebnisse internationaler und nationaler Kompetenzüberprüfungen von Schülerleistungen verbessert werden.
Autonomie als Möglichkeit, selbständig zu handeln und für die gesetzten Entscheidungen auch verantwortlich zu sein, nehmen sich die LehrerInnen bei der Planung jeder Unterrichtseinheit. Im Bereich der Schulorganisation sind die Schulleitungen schon durch die Vorgabe einer Rahmenstundentafel eingeschränkt. Die Auswahl von Pädagoginnen, deren Anzahl aufgrund des drohenden Lehrermangels in den nächsten Jahren drastisch abnehmen wird, ist ebenso eingeschränkt, wie die Zuteilung von Zeitressourcen.
Was bleibt dann tatsächlich von Autonomie übrig? Viel wesentlicher erscheint der Christlichen Lehrerschaft Österreichs darauf zu achten, dass die Qualität von Unterricht und die Beziehung zwischen den handelnden Personen – vor allem die Beziehung zw. LehrerIn u. SchülerIn - von Achtung und Wertschätzung getragen ist, und dass nach den notwendigen Qualitätskontrollen die zur Verbesserung getroffenen Maßnahmen, reflektiert werden. Erst dann wird sich Schule von innen her tatsächlich verändern können, denn Reformen, die „top down“ auf ein System einwirken und nicht sozialpartnerschaftlich ausverhandelt sind, sorgen nur für große Verunsicherung der KollegInnen.
Lassen wir die Lehrerinnen den Schülerinnen vorleben, was es heißt selbständig und eigenverantwortlich zu handeln. Vom Vorbild lernt man am besten.

Bezirkswahl Flachgau

Carola Wendlinger ist neue Bezirksobfrau im Flachgau. Sie wurde bei der Bezirksversammlung einstimmig mit ihrem Team gewählt. Wir wünschen euch alles Gute und viel Erfolg für die neuen Aufgaben!

Landesobfrau Sabine Fink-Pomberger gratuliert herzlich zur Wahl.

Bezirkswahl Tennengau

Gotelinde Hochleitner ist neue Bezirksobfrau im Tennengau. Sie wurde bei der Bezirksversammlung einstimmig zur neuen Bezirksobfrau gewählt. Wir wünschen ihr und ihrem Team für die neuen Aufgaben alles Gute!

Im Anschluss an die Bezirksversammlung fand eine kleine stimmungsvolle Adventfeier statt.

Gotelinde Hochleiter, Bezirksobfrau Tennengau

Danke, dass du dieses Amt übernommen hast, wir gratulieren herzlich!

Verleihung des Großen Verdienstzeichens des Landes Salzburg an HD Dipl. Päd. Wolfgang Neubacher


Bei einem stimmungsvollen Ehrungsfestakt in der Salzburger Residenz wurde Herrn HD Dipl. Päd. Wolfgang Neubacher, Vizepräsident des Landesschulrates für Salzburg außer Dienst, von Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet. HD Neubacher wurde unter anderem für seine besonderen Verdienste als Vizepräsident des Landesschulrates, für sein hohes Engagement in der schulischen Tagesbetreuung im Bundesland Salzburg sowie für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im CLV geehrt. Der CLV gratuliert sehr herzlich!